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Tandembericht 2005

Der traditionelle Putz- und Flicktag zu Beginn der Saison fiel im März mal wieder wegen schlechtem Wetter aus.
Er wurde sodann am 9. April nachgeholt. 10 Tandems wurden auf dem Hänger und im Bus verstaut und von Gaby und Peter nach Rheinhausen angeliefert.
Dort abgeladen machten sie sich schleunigst vom Acker weil, wie bei anderen Teilnehmern auch, private Termine Vorrang hatten.
Lediglich Wolfgang, Martin und Michael wurden ihrem Schicksal überlassen:
Sie hatten die Mühe, 10 Tandems zu putzen und zu reparieren. Doch die Arbeit lohnte sich, denn vor Ort wurde ein Spontanverkauf eines ausgemusterten Tandems getätigt.
Weitere ausgemusterte Tandems wurden über EBAY versteigert.

Die erste gemeinsame Tour fand doch dann tatsächlich am 1. Mai mit dem Tourenleiter Walter statt.
Vier wagemutige Teams und ein Solorad trafen sich an der Garage, um die 43km lange Strecke linksrheinisch zu fahren.
Doch zuvor musste ein neues Tandem auf Herberts Größe "zurechtgesägt" werden.
Da das nötige Werkzeug in der Garage nicht vorhanden war, wurde ein Freund von Gaby und Peter aus dem Bett geklingelt und gebeten, eine Eisensäge vorbeizubringen.
Dies geschah dann auch in kürzester Zeit.
Nach der Reparatur ging es endlich los und auf der gesamten Tour wurden wir mit dem herrlichstem Wetter verwöhnt.
Alle waren einhellig der Meinung, es hat sich gelohnt.

Doch am 5.Juni gab es gleich den ersten Rückschlag. Aufgrund der schlechten Wetterverhältnisse und daraus folgend zuwenig Teilnehmer wurde die "Rotbach-Route" mit dem Tourenleiter Bernd E. abgesagt.

Die im Kalender geplante Limburgtour mit Heinz Zander musste auf 2006 verschoben werden. Damit nicht wieder ein Monat leer ausgeht, erklärte sich Peter St. bereit, eine Spontantour zu führen. Der Himmel sah so aus, als ob es gelingen würde. Und richtig, 3 Teams trafen sich am Arbeitsamt und bereuten nach 42 km nichts. Es war eine tolle Tour ohne besondere Vorkommnisse und wir konnten sogar in einem idyllischen Biergarten unsere Mittagspause verbringen. Halt Stop, eine Schikane gab es doch: ein langgezogener, nicht enden wollender Berg. Doch auch er wurde geschafft Belohnt wurde die Mühe mit dem stärksten und intensivsten Duft von Erdbeeren auf einem Feld, den ich jemals in meinem Leben gerochen habe.

Nun gab es im August wieder einen Ausfall. Nach drei Tagen Dauerregen hatte niemand mehr den Mut, sich auf´s Tandem zu setzen. Doch unsere Piloten aus den unterschiedlichsten Bezirken waren anderer Meinung. Während es in Xanten und Rheinhausen wie aus Eimern schüttete, war es doch im Duisburger Süden relativ mild und trocken.

Die ausgefallene Tour wurde dann am 4.September mit unserem Tourenleiter Wolfgang K. nachgeholt. Vier radelfreudige Teams folgten der gut geplanten, 32 km langen Strecke. Auch das Wetter spielte wieder mit und gönnte uns einen schönen Tag. Nur das endlose Warten auf unser Mittagessen im "Stellwerk" vermieste uns ein bisschen die Laune. Mit der kompletten Gruppe ist diese Restauration nicht zu empfehlen, denn wir würden sitzen bis zum Einbruch der Dunkelheit.

Tja, wie kann es anders sein? Die Oktobertour fiel wieder ins "Wasser" Uns blieb also nur noch der Stammtisch im November, um neue Termine und hoffentlich besseres Wetter für das nächste Jahr zu planen, sowie unser Jahresabschlussessen, bei dem auch so manch einer den Termin und die Uhrzeit nicht so genau nahm.

Zusammenfassend möchte ich bemerken, dass wir in diesem Jahr nur zwei Extreme kannten. Entweder die ausgefallenen Touren wegen den totalen Regengüssen oder drei wunderschöne Fahrten mit insgesamt 117 Kilometern. Hoffen wir aufs nächste Jahr.

P.S. Aufgrund der geringen Kilometer, der wenigen Teilnehmer und der erst recht wenigen Touren wurde in diesem Jahr auf eine Statistik verzichtet.

Mit klingelnden Grüßen

Gaby


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Tandembericht 2004

Der Auftakt zur Tandemsaison 2004 verlief in diesem Jahr nicht wie gewohnt. Aufgrund des Eisregens konnten die Räder nicht geputzt und wegen der Minustemperaturen auch nicht geflickt oder repariert werden. Somit fiel auch unsere kleine Eingewöhnungstour zu Saisonbeginn wegen der glatten Straßenverhältnisse und dem Schneefall aus. Wollen wir nur hoffen, daß unsere Tandems das Jahr ohne größere Schäden und Ausfälle überstehen.

So begann unsere Saisoneröffnung am 18. April mit der Fahrt nach Arcen zum Pfannekuchenhaus. 4 Teams trafen sich zu einer 43 km geplanten Tour. Man schaute skeptisch zum Himmel, denn es sah nicht überwältigend mit der Sonne aus. Da man die Tour nicht so ausdehnen wollte wie im Vorjahr, wurde sie um 16 km verkürzt. Dafür mußte man mit dem Auto etwas näher an den Startpunkt heranfahren und mit 2 eingeplanten Fährfahrten versuchte man die Strecke noch etwas zu verkürzen. Doch es kam ganz anders. Auf der ganzen Strecke begleitete uns der für Holland typische Flachlandsturm - und das auch noch von vorne - so daß man das Gefühl hatte, man würde die doppelte Kilometerleistung fahren. Aber nicht genug mit unserem Kampf gegen den Wind, - als wir nach 25 km das Ziel erreichten mußten wir feststellen, daß das Pannekokenhaus geschlossen war. Da niemand so recht wußte wo das nächste sein könnte, befürchtete man schon das Schlimmste. Aber bereits schon nach 4 km stand uns das Lächeln wieder im Gesicht. Da war es. Ein Pannekokenhaus mit gemütlicher Athmosphäre, flotter Bedienung und einer großen Auswahl an Pfannkuchen. Frisch gestärkt und im guten Glauben es sind nur noch 14 km bis zum Ausgangspunkt schwang man sich - so weit es ging und möglich war - in die Sättel. Jedoch bekam man den Eindruck, der Weg würde immer länger, denn der holländische Flachlandsturm wurde immer stärker und kälter. Der Rückweg betrug dann zum Schluß insgesamt 24,5 km, so daß wir eine Gesamtstrecke von 53,5 km hatten. Also auch nicht viel kürzer als im Vorjahr. Mit lachenden und strahlenden Gesichtern, aber auch mit einem grimmig, muffelig dreinschauenden, erreichten wir unsere Autos. Man war wieder einhellig der Meinung, eine tolle Tour, eine klasse Strecke und man sollte sie im nächsten Jahr noch einmal fahren. Anmerkung des Verfassers: Die Schilderung der Eindrücke, des Kampfes und des Schmerzes sowie die unausgesprochenen Gedanken, geben die Eindrücke eines Piloten zum Ausdruck, der aber namentlich hier nicht erwähnt werden möchte.

Auch am 16. Mai, auf der Tour durchs Münsterland, zeigte er sich nicht gerade von seiner stärksten Seite - aber wollen wir es dabei belassen. Um 7.30 Uhr trafen sich Herbert und sein Pilot Walter, Kiki und ihr Pilot Antonio, Alex, Peter und Gaby vor der Garage um noch einige Räder zu verladen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten beim Verzurren der Tandems ging es dann um 8.00 Uhr mit dem Auto los in Rictung Altenberge ins Münterland. Dort erwartete uns die fränkische Tandemguppe, die eine Woche lang das sogenannte "radelfreundliche" Münsterland erkunden wollte. Pünktlich um 9.30 Uhr kamen wir in Altenberge vor dem Hotel Stoer an, wo 14 Teams uns freudig begrüßten. Mechthild und Wolfgang waren bereits angekommen und als auch zu guter letzt Alex` Pilot Michael eintraf ging es nach einer kurzen Begrüßungsansprache von Anne Markwart, die Mitorganisatorin der fränkischen Tandemgruppe, dann los. Die ersten 16 km bis Schloss Darfeld waren ja noch ganz harmlos. Hier machten wir unsere erste kleine Pause mit Selbstverpflegung mit einer sehr anschaulichen Erklärung über das Schloß Darfeld. Da die Franken gut geübte Radfahrer sind, entschlossen wir uns, die Strecke abzukürzen und der Duisburger Trupp fuhr eine kleine Abkürzung von etwa 8 km bis nach Billerbeck zum Domplatz, wo wir auf die 14 fränkischen Teams warteten.

Die Zeit nutzten wir für eine Dombesichtigung, bei der sich unser Pilot Michael auch als ausgezeichneter Domführer unter Beweis stellte. Anschließend gönnte ein Teil von uns sich ein Eis, andere einen Kaffee oder Kakao. Gegen 14.00 Uhr ging es dann mit den anderen gemeinsam weiter in Richtung Havixbeck über die Sandsteinberge zum Sandsteinmuseum. Die anhaltende Berg- und Talfahrt war für ein Team eine große Qual, jedoch unser Michael/Alex-Team hatte sichtlich Spaß. Für mich war es bis zum heutigen Datum nicht bekannt, daß das Münsterland solche Tücken und Gemeinheiten aufweisen kann. Doch auch nach weiteren 20 km erreichten wir das Sandsteinmuseum. Hier hatten wir wieder einen längeren Aufenthalt. Manch einer ging ins Museum, andere ins Cafe und einige taten einfach überhaupt nichts.

Nach etwa 1 1/2 Stunden ging es dann zum Endspurt, nur noch 15 km bis zum Ausgangspunkt "Altenberge". Auf einer kurzen Strecke bekamen Peter und ich die Vorteile eines anderen Piloten sowie einer anderen Copilotin zu spüren. Man sah uns wohl unsere Schwäche an und entschloß sich uns zu helfen. Am Ende waren wir jedoch wieder vereint. Die Einladung der Franken am kommenden Donnerstag - Christi Himmelfahrt - noch einmal zu kommen und mitzuradeln, lehnten wir dankend ab. Ich kenne natürlich nicht die Meinung der anderen aus unserer Gruppe.

In Kürze zusammengefaßt muß ich allerdings sagen, es war ein schöner Tag - auch weil das Wetter mitspielte - wir haben neue, nette Leute kennengelernt und auch der Erfahrungsaustausch kam auf den insgesamt 75 km nicht zu kurz.

Dann war es endlich wieder an der Zeit. Am 20. Juni trafen sich 6 Teams pünktlich um 10.00 Uhr auf dem Parkplatz in Schermbeck, um die angekündigten 55 km zur sogenannten "Schlössertour II" zu starten. Doch vorher mußten wir noch ca. 10 km mit dem Auto näher zum Ausgangspunkt fahren, um die Gesamtstrecke etwas abzukürzen. Unser Tourenleiter teilte uns vorab mit, daß er sich wieder einmal nicht vorbereiten konnte auf diese Tour und sie auch nicht abgefahren hätte. Wir würden lediglich nach Kartenmaterial fahren. Es erwies sich unterwegs als etwas schwierig, da die Karte nicht identisch mit den aufgestellten Wegweisern war. so standen wir an einigen Kreuzungen mit einem Fragezeichen über dem Kopf da und probierten nach Gutdünken einige Wege aus. Unsere Mittagspause machten wir am Schloß Raesfeld, wo wir unverschämtes Glück mit dem Wetter hatten. Die Sonne strahlte und man konnte gemütlich draußen sitzen. Zum Ende der Pause regnete es einmal kurz und kräftig, doch es war schnell wieder vorbei, so daß wir uns auch aus der Nähe einmal das Schloß Raesfed ansehen konnten. Wieder einmal mußten wir feststellen, daß wir Glück mit unseren Piloten haben. Denn unser Tourenleiter Bernd E. gab uns gut vorstellbare Erklärungen und Beschreibungen zum Aussehen des Schlosses. Weiter ging es dann in Richtung Lembeck. Um hier das Schloß aus der Nähe betrachten zu können wollte man von uns für einen 2-stündigen Aufenthalt pro Person 10,00 Euro haben. Einstimmig haben wir darauf verzichtet und suchten uns lieber einen Rückweg anhand unserer Karte, der nicht vorhandenen Radwanderschilder und eigenen Ideen. Ein kaum merklicher Nieselregen begleitete uns die letzte Strecke. Kleine Steigungen, demzufolge auch schnelle Abfahrten, Waldwege und landschaftlich schöne Wege machten die Schlössertour zusätzlich interessant. Nach 55 km und teilweise selbstgesuchten Wegen erreichten wir alle gut gelaunt und auch einige etwas ermüdet und erschöpft unsere parkenden Autos. Vielleicht wagen wir es uns im nächsten Jahr noch einmal zur 3. Schlössertour zu starten, denn man muß sagen, langweilig war sie auf keinen Fall.

Auch der 17. Juli sollte ein vielversprechender Tag mit wenig Langeweile und ganz phantastischem Wetter werden. Es galt nämlich für uns an diesem Tag ein neues Radelgebiet zu erkunden, welches uns bisher nicht bekannt war. Zwei unserer Copiloten aus Leverkusen luden uns in ihre Heimat ein, um eine kleine Flüssetour - wie sie es nannten - zu starten. Keiner von uns hätte je daran gedacht, daß man in und um Leverkusen so schöne Radwanderwege vorfinden würde. Streckenweise ging es sogar durch Wälder und - wie versprochen - auch lang der Flüsse Rhein, Wupper und Dühn, sowie verschiedener kleiner Bäche.

Bedingt durch die starken Regenfälle am Vortag, gab es für uns ein kleines, jedoch sehr moderiges, matschiges Hindernis zu bewältigen. Die kurze Strecke war so versumpft, daß die Tandems geschoben werden mußten. Diejenigen, die ihr Tandem schon drüben hatten kamen zurück, um den anderen sowie den verlassenen Blinden zu helfen. Ruckzuck hatten alle 6 Teams unversehrt und schadensfrei wieder festen Boden unter den Füßen. Man setzte sich aufs Rad und wollte wieder los. Ein Team (Walter/Herbert) wunderte sich jedoch, warum es trotz treten nicht von der Stelle kam, bis jemand die Ursache herausfand. Erst das Fahrrad vom Ständer nehmen, dann treten. Dies sorgte für allgemeine Belustigung und sollte den Beiden an diesem Tag nicht zum letztenmal scherzhaft vorgehalten werden. Unsere Einkehr mit kühlen Getränken machten wir an der Rheinfähre Hettdorf. Jetzt konnten wir wieder sagen, die Tandemgruppe hat wieder Massel gehabt, Denn gerade als wir alle saßen, ergoß sich ein heftiger Regenguß auf die Sonnenschirme und auch ein lautes, starkes Gewitter war zu vernehmen. Als das Wetter sich wieder von seiner besten Seite zeigte, sollte es weiter gehen. Doch nicht ohne vorher die Sättel gründlich trocken zu reiben. Der Chefassistent ließ es sich nicht nehmen, das Bienenmobil persönlich und aus eigener Kraft abzutrocknen.

Unterwegs, mitten auf einem Berg, hatten wir noch eine kleine Panne zu verzeichnen. Die vordere Kette vom Tandemteam Karsten/Horst war abgesprungen. Unsere handwerklich geschickten Piloten konnten den Fehler schnell beheben und schon ging es weiter. Nach insgesamt 27,8 km stieg uns der typische Duft von Grillfleisch in die Nase und wir wußten, daß wir unseren Ausgangspunkt und somit das Ziel erreicht hatten. Denn im Garten von Eheleute Püschel, den Eltern unserer Copilotin Kiki, wurden wir mit Grillfleisch, leckeren Salaten und kalten Getränken empfangen. Dies sollte dann der Abschluß eines schönen Tages sein.

Am Sonntag, 22. August, galt es für die Tandemgruppe ein noch nie vorher von ihr erradeltes Gebiet zu durchqueren. Man traf sich um 9.30 Uhr an der Haupttribühne am Wedaustadion und per Auto ging es zum Startpunkt nach Grefrath. Hier warteten bereits 2 Teams auf uns. Um 10.30 Uhr gings los zur sogenannten "Überraschungstour". Wir wußten noch nicht, was uns erwarten würde, doch war es wieder einmal eine wunderschöne geführte Strecke von Heinz Zander.

Schon nach den ersten 5 km machten wir einen kleinen Zwischenstopp an der Klosterkapelle Mariendonk, wo uns die Nonnen interressiert beobachteten, und wir sie auch. Weiter ging es vorbei an der alten Meerdommer Mühle, in der sich heute eine Champignonzucht befindet. Typisch für den Niederrhein waren die Felder, Wiesen, bewaldeten Hügel und sogar ein riesiges Rotkohlfeld - waren sie etwa genmanipuliert, so groß wie sie aussahen?

Als wir dann gemütlich längs der Niers fuhren kam mir der Verdacht, daß Peter St. seine Simone aus dem Weg schaffen wollte, In einer engen Kurve drängte er das Bienenmobil ab und setzte sich kurz vor das Team Simone und Kiki. Nur knapp entkamen beide dem kühlen Naß des Flusses. Erbostes aber trotzdem lustiges Schimpfen sorgte für allgemeines Gelächter. Dies gab Anlaß für die ganze Wegstrecke Animationen oder Warnrufe auszusprechen, wie z. B.: Vorsicht Simone, enge Kurve ... oder ... Paß auf, ein Fluß. Ebenso auch ..Peter, deine Chance. Aber am Ende der Tour war der Friede wieder hergestellt und es ging alles gut.

Ein weiterer Zwischenfall ereignete sich während einer Pause an den Krickebecker Seen. Eine Wespe hatte nichts besseres zu tun als Unterschlupf in der rechten Ohrmuschel von Gaby zu suchen. Michael erkannte die Gefahr, hechtete herbei, nutzte die Gelegenheit um seiner Chefin endlich mal ein paar hinter die Löffel zu geben und schlug zu. Wespe flog raus, Ohring hinterher und Michael entschudigte sich für den Schlag, - na ja - trotzdem danke. Der Schlag rettete mich jedenfalls vor einem geschwollenen Ohr oder sogar Taubheit.

Nach der Besichtigung der Naturstation - hier konnten ausgestopfte heimische Tiere, z.B. Fledermäuse, Vögel und deren Nester,. besichtigt werden -radelten wir weiter zum "Highlight" der Tour; dem Naturpark in Lobberich.Eineinhalb Stunden durchwanderten wir den Park mit seinen Duftgärten, Findlingen und Naturwiesen mit deren fliegenden und krabbelnden Bewohnern. Als Besonderheit waren in dem Park auch Hinweisschilder in Blindenschrift aufgestellt. Nach einem kleinen Imbiss machten wir uns dann auf den Rückweg, der uns vorbei an der Marienkirche in Dornbusch und durch einen Vorort von Viersen führte.

2,5 km vor Tourende passierte es dann. Hätte der Putz- und Flicktag im März stattgefunden, wäre das Cheftadem disqualifiziert und aus dem Verkehr gezogen worden. Kein Profil mehr auf dem Vorderreifen und auch noch Platten. Vier fleißige Helfer behoben den Pannenschaden und schnell waren wir dann auch an unseren parkenden Autos. Nach 52,5 km, super Wetter und das Versprechen von Heinz Zander, wenn wir wollten und Lust hätten im nächsten Jahr rund um Venlo zu radeln, würde er gerne mit uns eine Tour machen - und ob wir Lust haben - verabschiedeten sich 7 Teams gut gelaunt bis zum nächsten Mal voneinander.

Da wir beim nächsten Mal nicht dabei sein würden - denn wir zogen zu diesem Zeitpunkt die Kurven per Motorrad im Trentino vor - ging mir nachfolgender Tourenbericht von Peter St. zu:

Die Tour vom 19. September.

Der Titel war "Duisburger Osten" und dem entsprach auch im wesentlichen der Streckenverlauf obwohl wir auch Teile von Mülheim, Essen und Oberhausen streiften.

Das Wetter war ein wenig durchwachsen aber richtig nass sind wir nicht geworden. Es waren ca. 45 km.

Start war um 10:00 am Arbeitsamt und Michael Roth lieferte rechtzetig den Tandemhänger an, welcher zum Ende der Tour von Bernd Englisch abtransportiert wurde. Meine Beifahrerin war Susanne, Bernd fuhr mit Margret und als drittes und letztes Tandemgespann fuhren Walter und Herbert mit. Wir verliessen Duissern über die Meidericher Strasse und folgten dem Emscherpark Radweg durch die Ruhraue Richtung Styrum. Da wir hierbei auch OB Alstaden passierten, ergab sich die Gelegenheit, dass uns Bernd zu seinem Haus in der Ruhrstrasse führte, an dem wir uns allerdings nicht länger aufhielten. Nach der Durchquerung von Styrum erreichtenwir Mülheim Dümpten, wechselten vom Emscherpark Radweg auf den R23 und liessen das Hexbachtal rechts liegen. Bei Essen Dellwig erreichten wir den Rhein-Herne-Kanal und hatten somit den entferntesten sowie am weitesten östlich gelegenen Punkt der Tour erreicht. Ich beabsichtigte ursprünglich in einem Biergarten an der Ripshorster Straße einzukehren aber der "Allgemeinheit" war noch nicht nach Pause zu Mute und so kehrten wir ca. 5 km päter nach einem Abstecher an der BurgVondern, ins "Ruderhaus am Gasometer" ein. Auf der Dachterasse konnten wir den schönsten Sonnenschein des Tages geniessen.

Als wir wieder abfuhren zog im Osten ein riesiges Unwetter herbei und ich entschied auf Anregung von Bernd die vorgesehene Fortsetzung der Tour abzuändern um dem zu entgehen. Wir folgten dem Rhein-Herne-Kanal bis hinter die Schleuse Lirich, streiften dann über Hagenshof nach Neumühl ab und gelangten so auf den "grünen Pfad", der uns vorbei am LaPa nach Meiderich brachte und durch den Innenhafen erreichten wir unbeschadet und ohne Platten gegen 16:30 wieder den Ausgangspunkt der Tour.

Garage Ost

Auch ohne Pannen verlief die am 17. Oktober von Bernd E. geführte Tour von der Garage aus über die ehemalige Bahnlinie Richtung Mattlerbusch durch Holten und Schmachtendorf über Grafenmühle bis Hiesfeld, wo wir uns im "Kühlen Grunde" eine kleine Pause gönnten.

Abseits von vielbefahrenen Autostrassen ging es über Herbstwaldwege, wo zeitweise die Sonne durch die schon kahlen Äste lünkerte. Es war eine wirklich ruhig gelegene Strecke, bei der man trotz kleiner Anstrengungen die Seele baumeln lassen konnte, und wenn man aufmerksam war, konnte man auch noch vereinzeltes zartes Vogelpiepsen hören.

Auf unserer Rückfahrt zur Garage wurde ein Tandem zurechtgestutzt, um auszuprobieren, ob es eventuell für Herberts Größe zugeschnitten weden kann. Denn auch er möchte einmal mit seinem Piloten ein besseres und schnelleres Tandem fahren, um nicht immer mit dem doch recht trägen Botteccia hinterherzockeln zu müssen. Schliesslich möchten die beiden auch mal in den vorderen Reihen mitmischen.

Nach 49,5 km wurde die Tandems wieder in die Garage gestellt und bis zum Auftakt 2005 verschlossen.

Mit insgesamt 358,5 km wurde die Radelsaison 2004 beendet.

Beim Stammtisch am 5. November wurden die Termine für 2005 festgelegt und die Tourenführung auf verschiedene Piloten übertragen. Ein von Susanne vorgestelltes Gastpärchen lernte einen Teil unserer Gruppe kennen und signalisierte Interesse, wenn Zeit und Gelegenheit da wäre, im nächsten Jahr dabei zu sein.

Zum Jahresabschlussessen bei Mama Leone am 4. Dezember traf man sich in "Zivil" zu einer gemütlichen Runde.

Zum Abschluss möchte ich mich wieder bei all meinen Helfern, Piloten, Dom- und Schlossführern ,Grillgastgebern sowie Wespenjägern bedanken, denn durch Euere Hilfe können wir wieder auf eine Erlebnis-und erfolgreiche Radelsaison 2004 zurückblicken.

Mit klingelnden Grüßen

Gaby


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Tandembericht 2003

Wie schon im Berichtsjahr 2002 erwähnt, erwies sich der Prüftag vor Beginn der Radelsaison als sehr erfolgreich. Dies veranlasste drei unserer Piloten auch in diesem Jahr wieder die Tandems unter die Lupe zu nehmen. Sie überprüften und kontrollierten 13 Räder auf ihre Fahrtauglichkeit. Eines konnte allerdings nur von einem Fachbetrieb instand gesetzt werden.

Am Sonntag, 30. März wurde es dann ernst. Leider trafen sich nur 5 Teams, so dass 10 Leute 12 Räder putzen und polieren mussten. Zwischendurch wurde von unseren Piloten geschraubt , gehämmert und noch einiges verstellt. Zum Schluss übernahmen sie auch die Endabnahme der sauberen Räder. Dann ging es mit auf hochglanzpolierten Rädern los.

Bei einem noch winterlichen Wind, jedoch vermischt von Frühlingsluft, starteten 5 Teams und die beiden Jüngsten von Martin als Gastradler auf einem Tandem gegen 11.00 Uhr um gleich nach 17 Kilometern und einer Fahrzeit von 1 ½ Stunden zu einer Mittagspause in der Pizzeria einzukehren. Während der ersten Hälfte dieses Abschnittes hatte die Tochter Nora keine Lust mehr mit ihrem quengeligen Bruder zu fahren. Sie wollte auch einmal die Verantwortung für einen blinden Sozius übernehmen und kutschierte ohne Probleme und ganz sicher Herbert. Man sah ihm förmlich an, dass es ihm wieder einmal gefiel, von einem jungen Mädchen gefahren zu werden. Nach unserer Mittagspause schlug das Wetter zum positiven um und die Sonne lachte uns auf unseren letzten 14 Kilometern bis zum Ziel von oben an. Obwohl nach unserem ersten Ausflug in dieser Saison nur 31 Kilometer auf unserem Tacho standen, hörte man von einigen sportlichen Radfahrern, dass nun doch das Sitzfleisch langsam weh tat.

Nicht anders war es am 27. April. Während unserer historischen Rundtour durch den Duisburger Süden, die von einem ortskundigen erfahrenen ADFC-Mitglied für uns geführt wurde, erfuhren wir viel über die Geschichte der Stadt Duisburg, ihre Entwicklung sowie auch die Entstehung einiger Ortsteilnamen. Auf der 55 km langen Strecke konnten wir einige Schlösser, Burgen und Herrenhäuser sehen. Auch hierzu gab es jeweils die passende Geschichte. Abgesehen von einigen Regengüssen, die uns unterwegs überraschten, schmerzte auch nach dieser Tour einigen Leuten der Po. Lag es nun am Sattel oder an der für uns doch so ungewohnten langen Strecke?

Wir werden es bald wissen, denn unsere Schlösser-Tour am 25. Mai soll auch 50 km lang werden. Zum Schluss sei noch ein "high light" dieses Tages erwähnt. 2 Piloten wollten ihre Mitfahrer Kiki und Alex schon per Tandem zum Bahnhof bringen und gaben der Gruppe Bescheid. Ein Team bekam diese Verabschiedung nicht mit und getreu dem Herdentrieb folgten Sie den beiden Teams. Erst im Verbindungstunnel des Bahnhofs merkte der Pilot Bernd B.: "Halt stopp, hier stimmt was nicht" Simone und Peter klärten das Team Bernd/Rainer auf und beide kamen verschmilzt grinsend etwas später bei der gesamten Gruppe an.

Die Vorbereitungen für die Schlössertour am 25. Mai erwiesen sich diesmal als sehr schwierig. Einerseits vom Tourenleiter aus, welcher hierfür eine "One way tour" geplant hatte, andererseits für die Organisatorin, die wieder einige Telefonate führen musste, um Piloten zu bekommen, Teams zusammenzustellen, sowie bei der geringen Anzahl von zur Verfügung stehenden Autos, den richtigen Abholdienst zu organisieren. Doch zu guter letzt waren es doch 9 Teams, die sich an diesem Tag trafen. Allerdings musste durch Michaels Mithilfe ein Aushilfspilot motiviert werden. Um 11.00 Uhr ging es dann am Schloss Gahlen los. Längs des Leinpfads des Lippe-Seitenkanals fuhren wir über ausgezeichnete Radwege in Richtung Schloss Erle.
Doch das Kartenlesen scheint nicht gerade einfach zu sein. 2 Piloten versuchten sich als Pfadfinder, doch mit einem 12 km langen Umweg erreichten wir Marienthal, wo wir erst einmal eine Mittagspause einlegten. Frisch gestärkt gab es dann nur noch gut zu fahrende Radwege, bis auf eine kleine Strecke. Laut Kartenleser war es so als Radweg eingezeichnet, doch sollte es zur gleichen Zeit auch ein Reiterweg sein, Wollen wir es unserem Tourenleiter mal so glauben. also ging es hier über Stock und Stein. Doch die Jauchzer und Juhurufe der Teams zeigte, dass es gar nicht so schlimm sein konnte. Auch das Wetter spielte mit. Entgegen der Wettervorhersage hatten wir trockenes, dauerhaft schönes Wetter. Ab und zu blies ein kühler Wind. Am Ziel wieder angekommen wussten alle, was es mit dem kühlen Wind auf sich hatte. Es war eine erfrischende, kölsche Tour, denn das Tacho zeigte 47,11 km. Wenn wir auch auf der ganzen "Schlössertour" nicht ein Schloss zu sehen bekamen, so gönnten wir uns doch zum Schluss noch den kleinen Fußweg, um wenigstens das Gahlener Schloß aus der Ferne zu betrachten. Unser Tourenleiter, Bernd E., versprach uns im nächsten Jahr eine ähnliche Tour vorzubereiten, allerdings ohne Umwege. Lassen wir uns überraschen.

Überrascht wurden 7 Teams bereits auf der Duisburg-West-Tour am 29 Juli, an der unser neuer Pilot Matthias zum ersten Mal teilnahm. Denn aus den versprochenen 42 km wurden locker 48 km. Doch trotz alledem war es mal wieder eine sehr informative und bildungsreiche Heinz-Zander-Tour. Der erfahrene ADFC-Radler und ortskundige Stadtführer erklärte uns , wie der Bönigerpark zu seinem Namen kam, Bau und Stil der Kirche in Hochfeld, sowie neuzeitliches über den Standort der Stahlwerke Ispat. Über die Hochfelder Rheinbrücke, dessen Entstehung und Nutzung im 2. Weltkrieg uns auch erklärt wurde, ging es nach Rheinhausen. Zu jedem historischen Bauwerk wusste er uns etwas zu erzählen, genau so wie zum Strukturwandel des ehemaligen Krupp-Geländes mit dessen herrschaftlichen Häusern und auch zum Aufbau der Hochhaussiedlung in Homberg. Das interessante und sehr beeindruckende an dieser Tour war, dass Herr Zander dieses Mal altes Kartenmaterial mit sich führte. So konnten sich bei jeder Standortpause unsere sehenden Piloten einen Eindruck verschaffen, wie es früher einmal ausgesehen und sich bis heute verändert hat. Apropos Standortpausen, auch dieses Mal waren genügend dabei. Das ständige Auf- und Absteigen schlauchte doch ganz schön und so mancher war am Ende der Tour rechtschaffen müde.

Ich weiß zwar nicht, wie es alle geschafft haben, aber pünktlich um 10.00 Uhr trafen sich am 27. Juli 6 Teams am Uerdinger Bahnhof. Alles ging ruck zuck. Abladen, aufsitzen und ab. Ein superheißes Wetter begleitete uns den ganzen Tag. Für Sonnenanbeter -viel zu Schade zum Radfahren, für Sonnenmeider- viel zu anstrengend zum Radfahren. Obwohl man unterschiedlicher Meinung war, blieb einem nichts anderes übrig, als seinem Vordermann zu folgen. Über Kaiserswerth fuhren wir direkt zur Düsseldorfer Staatsanwaltschaft, wo unsere Tandems hinter riesigen Gittertoren einen sicheren Abstellplatz fanden. Ein kleiner Fußmarsch führt uns zum Gaststätte "Füchschen". Hier wurde erst mal unser Kalorien- und Mineralverlust aufgefüllt. Nachdem unsere Räder wieder von der Staatsanwaltschaft freigegeben wurden, rollten wir quer durch die Altstadt zum Medienhafen -seltsame Bauten! Bevor wir uns wieder auf den Rückweg machten sahen wir uns aufgrund des heißen Wetters genötigt, eine Riesenportion Eis zu uns zu nehmen. Empfohlen vom Insider Bernie. Er sollte recht behalten, denn wir konnten gar nicht so schnell schlecken wie es tropfte. Dementsprechend sah auch so manch einer nach Verzehr des Eises aus. Nun gaben wir unser letztes. Die Anspannung und Nervösität aufgrund der für uns ungewohnten Hitze beim Radeln stieg ins Unermessliche, sodass ein ansonsten sehr ruhiger Pilot seinem quengeligem Co lauthals die Meinung sagte. Wir anderen blickten neidisch auf die, die im Freibad über uns lachten und sicher dachten: " Na ja, jeder so, wie er mag." Aber auch die letzten der gesamt 55 km wurden- wenn auch mit hängender Zunge- mit Bravour bis zum Ende geschafft .Beim Aufladen der Räder mussten wir feststellen, dass Fortuna heute unser ständiger Begleiter war, denn durch die hektische Aufbruchstimmung am Morgen hatte man ein Ersatztandem unverschlossen neben dem Hänger stehenlassen und vergessen. Also war das heutige Wetter doch nicht das schlechteste, denn welcher Dieb hätte bei den Temperaturen schon Lust gehabt, ein Tandem wegzumanövrieren.

Es war einmal eine Fete...
...bei der trank ein Pilot so viel, das er das Tandemtreffen in Goch am 31. August fast verpennte. Pflichtbewusst rief er an und teilte uns mit, er käme etwas später , würde aber wie versprochen die zwei Copiloten noch abholen. Seine Copilotin weigerte sich strikt, mit ihm zu fahren und blieb direkt zu Hause. Dieses einmalige Ereignis seit Bestehen der Tandemgruppe sorgte für Gesprächsstoff unter den schon anwesenden Teams.Am Treffpunkt mit Verspätung angekommen, sah man ihm an, dassihm noch einige Stunden Schlaf fehlen. Da er niemanden zu pilotieren hatte, entschloss er sich, mit dem Auto zum Mittagspausenrestaurant nach Arcen zu fahren und dort auf uns zu warten. Wir anderen Teams setzten uns auf die Räder und fuhren uber typisch für Holland gut ausgebaute, ebene Radwege entlang der Maas zum Pannekokenhaus nach Arcen. Zwischendurch bewiesen sich unsere Piloten als gute Slalomfahrer, denn es galt, einen gut besuchten Kirmesplatz zu durchqueren. Bei der Vortour war nicht vorauszusehen, dass wir diese Überraschung erleben würden. Aufgrund der milden Wetterbedingungen setzten wir uns vor dem Pannekokenhaus nach draussen an den Tischen und gaben unsere Bestellung auf. Doch noch bevor das Essen kam, wurden wir von einem Regenschauer und Sturm überrascht, so das wir fluchtartig das Innere des Lokals aufsuchten. In der Zwischenzeit fand uns auch unser übermüdeter Pilot, der gleich bekundete, er würde mit dem Auto wieder zurückfahren und am Ausgangspunkt auf uns warten. Dort würde er noch ein Stündchen Schlaf nachholen. Frisch gestärkt nach der Riesenauswahl an Pfannekuchen stiegen wir wieder auf die Räder und traten den Rückweg durch die Bergerheide an. Die lange Strecke über die Landstrasse war nicht unangenehm zu fahren, da kein starker Autoverkehr herrschte. Auch wenn es am Ende 60 km geworden sind warem alle einstimmig der Meinung: Diese Tour sollte nächstes Jahr wiederholt werden.

Für die dritte Duisburg Tour am 28.September mit Heinz Zander übergaben Peter und ich die Verantwortung für Transport und Organisation an Bernd E., da wir zu diesem Zeitpunkt in Urlaub waren. Folgender Bericht ging uns anschliessend zu:
Am Wetter kann es ja wohl nicht gelegen haben, dass nur die Teams Matthias/Hassan, Peter/Rainer, Simone/Kicki, Peter/Herbert und Margret/Bernd am Start waren, denn das war entgegen der Voraussage bis zum späten Nachmittag ganz prima. Keine Pannen, nur 43 km und viele beeindruckende Erklärungen über bisher Unbekanntes ließen auch diese Erkundung Duisburgs mit Heinz, wie wir ihn inzwischen vertrauensvoll nennen, zum Genuß werden. Gleich am Anfang wußte Heinz am Innenhafen unser Interesse für die jüdische Vergangenheit Duisburgs zu wecken, erklärte das bronzene Abbild der mittelalterlichen Stadtansicht und die künstlerischen Aspekte der Neugestaltung der alten Speicher, Gebäudereste, der neuen Nutzungen und Wege. Ruhrort lernten wir mit ganz neuen Augen kennen, denn die vielmalige Umgestaltung der Hafenanlagen kann man heute fast nur noch erahnen. Nach dem Meidericher Stadtpark folgte dann die beklemmende Erklärung der Außenstelle eines Konzentrationslagers in Meiderich. Längs des Kanals erreichten wir zur Mittagspause dann den Landschaftspark Nord, den wir diesmal aber nur streiften, denn dazu gibt es zuviel zu erklären. Welche Perle der Hamborner Botanische Garten darstellt, wußten wohl auch nur wenige. Nach dem Prämonstratenser Kloster am Johannes-Hospital fuhren wir durch Bruckhausen nach Alsum, wo Heinz die ständige Veränderung der Stadt durch die verschiedenen Phasen der Industrieentwicklung deutlich machte. Auf dem bekannten Leinpfad Richtung Duisburg waren wir eigentlich schnell zurück am Ausgangspunkt, nur Matthias und Hassan waren uns zeitweise verloren gegangen, weil Hassan für das geplagte Hinterteil eine Sonderpause brauchte. Es ging also auch ohne Gabi und Peter, aber die beiden gehören so sehr dazu, dass wir eine richtige Lücke gespürt haben.

Allerdings lag es am 26. Oktober wirklich am Wetter, dass die Tour nicht stattfand. Der Tourenleiter Michael sagte ab, jedoch Pilot Bernd E. liess sich die Sache nicht nehmen, verständigte sich mit seiner Copilotin und fuhr mit ihr eine kleine private Tour. Folgender Kurzbericht liegt mir auch hierzu vor: Wir sind gut 2 1/2 Stunden stramm gefahren, und nur die ersten 20 min. hat es geregnet. Danach war es eine richtig schöne Herbstour, von der Garage über den Alsumer Steig nach Ruhrort, längs des Rhein-Herne-Kanals bis zur Liricher Schleuse, weiter den Emscherparkradweg in den Landschaftspark, der Emscher längs nach Laar und dann auf der Bahntrasse zum Beeckerwerther Krankenhaus und auf dem Rheindeich zurück. Fast alle Drängelgitter haben wir umkurvt, nur das eine in Laar, das enger ist als ein Tandem lang, haben wir umtragen. Da uns zu diesem Bericht die Kilometerangaben fehlen, schätzen wir die Strecke aufgrund der Fahrzeit auf 45 km. Dieses war der Abschluss der Radelsaison 2003, in der eine Gesamtkilometerleistung von mageren 383,2 km zurückgelegt wurde.
Wir trafen uns noch einmal am 14. November zu Planungsgesprächen für die Saison 2004, die wieder sehr viel abwechslungsreiche Touren beinhalten wird.
Zum Jahresabschlussessen trafen wir uns am 6. Dezember wieder bei "Mamma Leone".
Wir blickten zurück auf ein erfolgreiches Jahr, und verabschiedeten uns mit den besten Weihnachts- und Neujahrswünschen.

Ich möchte mich bei allen Mitwirkenden und Helfern bedanken, dass alles so reibungslos und erfolgreich abgelaufen ist, weiterhin freue mich auf gemeinsame und schöne Tandemtouren.

Mit klingenden Grüßen

Gaby Müller


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Tandembericht 2002

Am Samstag, dem 2. März, trafen sich drei unserer besten Monteure, um unsere Fahrräder zu Beginn der Radelsaison 2002 auf ihre Fahrtauglichkeit zu überprüfen. Sie schraubten, prüften und reparierten so gewissenhaft, dass es sich während unserer Radelsaison bezahlt machen sollte. Am Ende des Jahres konnten wir keine nennenswerten Pannen verzeichnen. Am Sonntag, dem 3 März, traf sich unsere Gruppe, um nun die Tandems auch noch auf Hochglanz zu bringen und zu putzen. Doch die frühlingshafte Sonne war so verlockend, dass wir uns zuerst zu einer kleinen Radtour entschlossen, um uns wieder so richtig einzufahren. Erstaunt waren wir am Ende des Ausflugs darüber, dass wir 48 km auf dem Tacho hatten. Dementsprechend war auch die Verfassung von 8 Teams und einem Solofahrer, für den es ohnehin die erste Tour nach einer langen Verletzungspause war. Alle waren am Ende so müde und kaputt - was ja auch nicht ausbleiben sollte, nach der langen Winterpause - dass wir keine Lust mehr hatten, unsere Tandems zu putzen. Also verschoben wir es auf die nächste Tour. Aber dann bitte zuerst.

Obwohl es am 7. April eisig kalt war, waren 10 Teams doch so mutig und arbeitwütig, dass wir alle erst, wie abgemacht, unsere Tandems putzten. Um jedoch nicht ganz auszukühlen, wurden wir von Martins Frau Marion mit heißem Kaffe versorgt Nach diesen Aktivitäten verlosten wir eines der gespendeten neuen Tandems. Die Freude bei den Gewinnerinnen war groß. Als gegen 11 Uhr die Sonne ein wenig Wärme brachte, die auch den Rest des Tages anhielt, starteten wir unsere 35 Kilometer lange Hippelandtour in Richtung Hülser Berg.

Der Höhepunkt in unserer Radesaison 2002 war unser 10-jähriges Jubiläum am 4 Mai. Durch den spontanen Einsatz ehemaliger Piloten wurde es allen unseren blinden Teilnehmern ermöglicht, an der Jubiläumsfahrt teilzunehmen. Zwei Piloten dachten sich zu dieser Tour, die uns zu Waldsee führen sollte, etwas Besonderes aus. Jedes Team bekam einen Zettel in die Hand, auf dem der zu fahrende Weg beschrieben war. Auf der 11,5 Km langen Strecke mussten auch noch einig Fragen beantwortet und notiert werden. Jedes Team war auf sich selbst gestellt und Hilfeleistungen durch Andere durfte unterwegs nicht gegeben werden. Am Zielort Waldsee angekommen erwartete uns eine große Überraschung. Hier haben unsere Organisatoren Bernd Englisch und Bernd Bremenkamp ein Geschicklichkeitsparcours aufgebaut. Jedes Team konnte seine Geschicklichkeit im Bremsen, Slalomfahren, über eine Wippe jonglieren unter Beweis stellen. Nachdem alle ihre Sache mit Bravour gemeistert und viel Applaus dazu bekommen haben, ging es zum gemütlichen und geselligen Teil des Tags über. In den Clubräumen der Blinden-und-Sehbehinderten-Wassersportgemeinschaft Moers konnte Gaby Müller auch ehemalige Teilnehmer und Piloten begrüßen. Der Nachmittag wurde abgerundet mit viel Grillfleisch, reichlich Getränken und verschiedenen hausgemachten Salaten. Alle waren zum Schluss der einhelligen Meinung: Dieses 10-jährige Jubiläum war rundherum ein gelungener Tag. Über diesen Tag berichtete auch die Presse in verschiedenen Tageszeitungen sowie das Lokalradio KW.

Am 2. Juni sind wir sage und schreibe 141 Kilometer gefahren, allerdings davon 120 km mit dem Auto. Unser Ausgangspunkt für diese Tandemtour war nämlich Drensteinfurt im Münsterland. Trotzdem freuten sich 8 Teams auf diese Tour, die das Ziel "Bienenmuseum" hatte. Es war für uns neues Land, welches wir mit dem Rad erkunden konnten und manch einer war der Meinung, dies sei eine wunderschöne Radelgegend. Wir machten eine kleine Frühstückspause mit selbst mitgebrachtem Proviant auf dem Marktplatz bei den "Tratschenden Weibern". Am Ziel angekommen wurden wir erst einmal mit Kaffe und selbst gebackenem Kuchen empfangen. Währenddessen erhielten wir schon vorab einen kleinen Vortrag und Einblick über die Zucht, Aufzucht, Vermehrung und Paarung der Bienen. Auch Bienenkörbe standen zum Fühlen als Anschauungsobjekte bereit. Im Honigzubereitungskeller ging es dann weiter mit der Erklärung, wie macht man Honig und welche Sorten gibt es. Zum Schluss gab es Kostproben und man konnte Honig abgefüllt in Gläsern kaufen.

Da wir in diesem Jahr einige neue Piloten dabei hatten, wollten wir mal wieder die Führhundschule Küch besuchen. Am 6. Juli strampelten 7 Tandemteams und ein Solorad mit Kinderanhänger bei angenehmen Temperaturen in Richtung Alpen. Dort erhielten wir von Herrn Küch persönlich - wie in den Vorjahren - lebhaft geschilderte Berichte über Aufzucht und Ausbildung der Führhunde. Selbstverständlich bekamen wir diesmal wieder lebendes Anschauungsmaterial zum Kennenlernen. Wenn der Rückweg auch durch seinen langgezogenen, beschwerlichen Berg etwas mühsam war, kamen wir jedoch nach insgesamt 36 km munter am Ausgangspunkt wieder an.

Am 4. August mussten wir feststellen, dass es gut ist, einen erfahrenen ADFC-Piloten unter uns zu haben. Auf dem 40 km langen "Erlebnisweg Rheinschiene" zeigte er 8 Teams der Tandemgruppe, dass es auch nach 10 Jahren Erfahrung noch Wege gibt, die wir bisher noch nicht kannten. Ohne es zu ahnen erreichten wir über die neuerkundete Strecke den altbekannten Landschaftspark .Hier zeigten uns unsere Piloten, dass man sie nicht nur zum Radfahren einsetzen kann, den sie bedienten uns wie erprobte Kellner mit den Köstlichkeiten vom Grill. Doch einem Piloten war diese Doppelbelastung anscheinend zu groß, denn 100 m vor dem Ziel sprang ihm zwei mal die Kette ab.

Am 1. September ging es hochherrschaftlich zu. Mit frischen Äpfeln und Apfelsaft begrüßte Baron von der Leyen 7 Tandemteams auf seiner Apfelplantage auf Schloß Bloemersheim. In gemütlicher Runde bekamen wir Einblick in die Familiengeschichte seiner Vorfahren Für die Rückfahrt versorgte uns der adelige Herr noch mit reichlich Apfelproviant. Diesen konnten wir jedoch bis zu Hause unangetastet lassen, da wir unterwegs in einem idyllisch gelegenen Gartenrestaurant einkehrten. Die Blaublütigen 43 Kilometer werden wir am Ende des Jahres zu unseren Gesamtleistungen zählen.

Die Route "Industriekultur" im Oktober stand nicht unter einen guten Stern. Zwar traf man sich am 6 Oktober pflichtbewusst an der Garage, doch da das Wetter trübe, nass und die Straßen glitschig waren, entschlossen sich alle dafür, die Tour um 14 Tage zu verschieben. Doch auch am 20. sah das Wetter nicht besser aus, so dass man sich vorab telefonisch verständigte du die Tour abermals abgesagt wurde.

Dies sollte nun mit 234,5 Kilometern unsere Radelsaison 2002. gewesen sein.

Da in den 10 Jahren unsere Tandemgruppe sich so vergrößert hat, dass ein Kegeln oder Bowlen gemeinsam auf einer Bahn nicht mehr möglich wäre, wurde auf dem Stammtisch am 15. November spontan und schnell entschieden, uns zu einem gemeinsamen Jahresabschlussessen bei "Mama Leone" zu treffen. Aber auch die Vorplanung für die Saison 2003 wurde nicht vergessen. Zu diesem Stammtisch wurde Herr Zander, ein aktives Mitlied des ADFC, eingeladen. Er wird im nächsten Jahr drei attraktive und interessante Touren unserer Tandemgruppe leiten.

Das neu eingeführte Jahresabschlussessen fand großen Anklang. Gemeinsam freute man sich schon auf die Saison 2003, die uns wieder interessante Touren bieten wird.

Zum Abschluss möchte sich die Unterzeichnende bei allen Piloten, Monteuren, Kellnern, Organisatoren, Transporteuren, kurz - allen Mitwirkenden - bedanken, denn nur durch unser gemeinsames Miteinander ist es uns gelungen, auf 10 erfolgreiche Jahre "Tandemgruppe" zurückblicken zu können.

Mit klingelnden Grüßen
Gaby Müller


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Eifelwochenende in Heimbach

08.April 2006

Zeitig gegen 11:30 Uhr hatten sich bereits alle am „Haus Diefenbach" eingefunden und erlebten sogleich die Gastfreundschaft der Fam. Bongartz die einem quasi jeden Wunsch von den Lippen ablesen.

Die 5 Doppel- und 2 Einzelzimmer waren schnell verteilt und kurze Zeit später saßen bereits die ersten in gesprächiger Runde bei einem Getränk nach Wahl. Da der Blindenverein dankenswerterweise die Kosten für Übernachtung/Halbpension in Höhe von 53 EUR für die Piloten übernommen hatte, war es nun an Gabi, die von allen bereits angezahlten 15 EUR diesen zu erstatten und kassierte gleichzeitig bei der verbliebenen "Tandembesatzung" die Restsumme.

Ab ca. 12:30 Uhr begannen wir damit die Räder aus dem Winterschlaf zu erwecken und mit der guten Eifeler Luft die Reifen wieder aufzufüllen und transportbedingt notwendig gewordene Einstellarbeiten an Bremsen Schaltung und sonstigem Equipment vorzunehmen.

Als gegen 13 Uhr mit ca. 9 Grad die Tageshöchsttemperatur erreicht war begannen wir die "Tour um den Rursee" (ca. 25 km.) zunächst schiebender Weise auf dem 9 prozentigen Anstieg zur Talsperren- Straße. Die Zufahrt zum Ufer mit der es Möglich war den See entgegen den Uhrzeigersinn zu umfahren ward schnell gefunden und uns offenbarte sich eine Kulisse zwischen schroffen Felshang zur rechten und Rursee zur linken die in der Form sicher kein zweites mal auf dem Planeten anzutreffen ist.

Alle waren begeistert und traten kräftig in die Pedale, was an manchen Passagen auch sehr von Nöten war. In Rurberg fanden wir die gemütliche Kneipe "Zur Tränke", wo wir uns leckere Waffeln schmecken ließen. Herbert bestellte sich eine "Zigeuner-Bock-Wurst"! Dann ging es gut gestärkt zurück zum Haus Diefenbach.

An einer matschigen Stelle am Weg gab es mal eine kleine Karambolage, weil das "Bienenmobil" genau an der einzigen Durchfahrtsfurt stehen blieb. Die Kellers kamen gerade noch zum Stehen, aber Mechthild landete leider auf Simones Fuß. Es war aber nichts schlimmes passiert. Kurze Zeit später rief Bernd von hinten:" Simone fahr weiter die letzten nähern sich schon, sonst kommen wir hier gar nicht mehr weg!" Die Gruppe setzte sich dann wieder in Bewegung. Gegen 17.30 kehrten wir heil zur Pension zurück, wo wir uns schon auf das warme Abendessen freuten.

Frisch geduscht saßen wir nun um 18.30 am Tisch und genossen Spießbraten mit buntem Gemüse und Nudeln. Für Margret wurde ein köstlicher Gemüsebratling gereicht. Mit eigener Hausmusik durch Bernds Gitarre und Gesang (nicht zu vergessen Bernds Kneipenthekengedicht!), ließen wir einen schönen Tandemtag in frischer Luft und atemberaubender Landschaft "ausklingen".

09.April 2006
Nach einem reichhaltigen Frühstück um 08.30 Uhr traten wir die 2. Tandemtour in der Rureifel so gegen 10 Uhr an. Wir folgten der Rur abwärts Richtung Düren. Anfangs war es noch sehr frisch, aber später wurden wir mit Sonnenschein belohnt. Wir fuhren durch Hausen, Abenden und kamen an der Burg Nideggen vorbei. Sie liegt auf einem Felsen, hoch über der Rur. Am Stausee Obermaubach (18 km gefahren), kehrten wir im Cafe Restaurant „Strepp am See" ein und wärmten uns mit einem leckeren Eintopf auf.

Dann ging es weiter Rurabwärts bis Kreuzau. Dort stiegen wir in die Rurtalbahn, wo wir uns mit den Tandems auf zwei Wagen verteilten und fuhren zurück nach Heimbach. Am Bahnhof von Heimbach stöberten wir im „Nationalparktor" ein wenig herum und stellten uns für ein Gruppenfoto davor auf. Nun fuhren wir zu unserer Pension „Haus Diefenbach" zurück und kamen noch am nostalgischen Wasserwerk bei Schwammenauel vorbei. Am Ziel standen dann ca. 30 km auf dem Tacho. Nachdem wir uns von Fam. Bongartz verabschiedeten, traten wir die Heimreise nach Duisburg und Oberhausen an.

Dieses gelungende Tandemwochenende bleibt in unseren Köpfen noch lange erhalten.

Fotocollage zum Eifelwochenende

Simone & Peter





Eifeltour Steinbachtalsperre

22. April 2007
Nach den guten Erfahrungen im letzten Jahr haben wir erneut den Mut gefunden, unsere erste richtige Frühjahrstour in der Eifel zu planen. Weil es eine Tour von Bernd E. war, war bis zuletzt nicht so ganz klar, wohin es wirklich gehen würde. Aber auch die Teilnehmer waren etwas zögerlich. Sowohl bei den Piloten als auch bei den Sozias (sorry Alex, aber ich lege mich hier einfach mal auf die weibliche Form fest) schälte sich der Mitfahrerkreis erst am Donnerstag vor der Tour klar heraus. Und weil sich die An- und Abfahrt doch noch irgendwie in Grenzen halten sollte, kam die Hocheifeltour von Daun nach Lieser an der Mosel dieses Mal noch nicht in Frage. Dazu später noch einmal.

Die Startzeit für die Abfahrt vom Parkplatz an der Talsperrenstraße an der Steinbachtalsperre zwischen Euskirchen und Bad Münstereifel wurde einvernehmlich auf ca. 10.30 Uhr festgelegt. Das hieß für die Abholer, Wolfgang und Bernd, dass schon vor 7.00 Uhr der Wecker klingelte. Wolfgang sammelte Peter und Alex ein, Bernd holte zusammen mit Soussan, die ihr Solorad schon auf den Hänger gepackt hatte, erst Margret und dann Gabi ab. Gabi stellte ihren Bus zur Verfügung. Das war ganz prima, weil nicht nur 5 Tandems und 1 Einzelrad, sondern alle restlichen Teilnehmer, nämlich die an der Garage wartenden Bernd B. als Pilot für Gabi sowie Jürgen und Karin in einer Fuhre abfahren konnten.

Bei herrlichem Wetter, das die Tandemgruppe ja für alle Aprilfahrten fest gebucht hat, näherten wir uns zügig der Voreifel. Bei der Abfahrt von der Autobahn wurde noch gewitzelt, man könne ja eigentlich gar keine Berge sehen. Und kurz vor dem Fahrtziel versagte das Navigationssystem von Bernd E. (klassisch mit Plan), aber Wolfgang hatte per Elektronik bereits den günstigsten Parkplatz gefunden und half per Handy weiter. Mit einigen Nachbesserungen am Material konnten wir um kurz nach 11.00 Uhr dann wirklich starten.

Von wegen keine Berge! Wer hat das denn gesagt? Gleich vom Parkplatz aus ging es in rasendem Tempo zur ersten Abzweigung hinunter und dann nach kurzem Flachstück im Wald stetig bergauf. Da waren Mensch und Maschine gefordert, und bei dem vollen Einsatz von Karin und Jürgen konnte die hintere Kette am Panther-Tandem einfach nicht mithalten. Sie riss ein erstes Mal, sie riss ein zweites Mal, und selbst damit ließ sie es nicht gut sein. Erst bein dritten Riss innerhalt von 1,5 km hatten wir mit vereinten Kräften die Patentreparaturlösung im Griff. Aber inzwischen war einige Reparaturzeit vergangen und die Sonne sengte mit sommerlicher Kraft vom Himmel. Zudem hatten wir alle den Eindruck, es ginge immer nur bergauf. Dieser Eindruck war allerdings auch objektiv nicht ganz falsch, denn vom Startpunkt bis zur höchsten Stelle betrug der Unterschied auf etwa 8 km Länge fast 170 Höhenmeter. Das hieß doch einige Male, dass geschoben werden musste, und der Schweiß rann uns in Strömen.

Belohnt wurden wir allerdings mit einer sausenden Abfahrt nach Bad Münstereifel über eine Länge von mehr als fünf Kilometern, die wir in wenigen Minuten schafften, im Pulk der sonntäglichen Motorradfahrer fast gleichberechtigt mitfahrend. In der malerischen Altstadt an der Erft stärkten wir uns mit reichlich italienischem Eis und einigen Getränken. Als ein vorbeikommender Spassvogel versuchte, uns eine Polizeikontrolle unserer Tandems vorzugaukeln, war Bernd E. auf einmal recht förmlich und fragte nach dem Dienstausweis. Daraufhin verzog sich der Komiker und auch Bernd konnte seine grüne Pappe stecken lassen. Der Mann war noch mal soeben an einer Vorstrafe wegen Amtsanmaßung vorbeigekommen.

Nach einem beschaulichen Flachstück entlang der Erft, teils über kleine Holzbrücken und teils auf der Route des Camino de Santiago ging es erneut durch welliges Gelände, das noch Anstiege von insgesamt mehr als 200 Höhenmetern für uns bereit hielt. Obwohl uns immer wieder tolle Fernblicke über blühende Rapsfelder und grünende Hügel erfreuten, bestand doch nach einer unfreiwilligen Abkürzung (ja, Martin, auch das gibt es), Einigkeit, die Tour mit gut 33 km zu beenden und lieber noch ein paar kühle Getränke im Biergarten des Restaurants Zimmermann in Kirspenich zu genießen.

Von dort aus traten wir frohgelaunt, aber müde, wieder die Heimfahrt an. Es war ein wunderbarer Frühjahrstag, wir haben die Technik in den Griff bekommen, sind gesund zurückgelangt und hatten viel Spass miteinander. Daher waren sich die Teilnehmer einig: Nächstes Jahr muss Bernd E. ein bißchen früher anfangen zu planen, damit es mit dem Radweg auf der alten Eifelbahntrasse und der Weinprobe in Bernkastel-Kues doch mal etwas gibt. Denn bei den Entfernungen bis in die Südeifel muss man einfach schon am Vortag anreisen.

Hoffentlich war diese Tour ein gutes Omen - allzeit schönes Wetter und immer das richtige Werkzeug parat. Auf ein Neues im Mai!!

Liebe Grüße!

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